Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Lank

Die Gründung der Evangelischen Kirchengemeinde Lank fand am 1.Mai 1971 statt.

Bereits vor der Selbständigkeit gab es in den 7 Ortschaften mit der Bezeichnung „Amt Lank" evangelische Christen. In dem katholisch geprägten Rheinland als Teil des Erzbistums Köln waren es um 1900 nur 84 Evangelische. Sie gehörten zur Gemeinde Uerdingen, die im Jahr 1848 ihre Eigenständigkeit erhielt. Diese Zahl wuchs durch Zuzug bis zum Ende der 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf 150 Mitglieder an. Aus diesem Grund bekamen die Lanker Christen als Teil des 2. Pfarrbezirks der Gemeinde Uerdingen in Lank eine eigene kleine Kirche an der Ossumer Straße, die am 22. Februar 1929 mit dem Namen „Christuskirche" eingeweiht wurde. Eine kleine Glocke mit dem Ton á = 441 aus Stahl wurde im First des Gebäudes untergebracht. Im Jahr 1933 wurde eine Walker-Orgel mit 2 Manualen und 16 Registern eingebaut.

Ab August 1951 war Pfarrer Paul Aufderhaar im Bezirk II der Gemeinde Uerdingen für Lank zuständig und wohnte ab dem Jahr 1952 im Pfarrhaus an der heutigen Claudiusstraße in Lank. Die Kirche wurde trotz Bauerweiterungen zu klein und wurde durch ein Gemeindezentrum an der Nierster Straße ersetzt. Der Kirchenraum mit 130 Plätzen blieb bis zum Jahr 1976 Versammlungsstätte. Seit dem Verkauf befindet sich in der alten Kirche eine Ballettschule.

Durch Zuzug, vor allem von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten, stieg die Zahl der Gemeindemitglieder an und erreichte im Jahr 1955 die Zahl 2000. 20 Jahre später konnte die Gemeinde die Höchstzahl von 6300 Gemeindemitgliedern zählen.

Die Lanker Kirchengemeinde wurde zu diesem Zeitpunkt im Uerdinger Presbyterium durch 4 Presbyter vertreten. Die Gemeinde war wegen der relativ großen Entfernung nach Uerdingen zu einer Außenstelle geworden und strebte die Selbstständigkeit an. Die Trennung von Uerdingen erfolgte am 1. Mai 1971, ein Jahr nachdem sich durch die kommunale Neugliederung in NRW am 1.1.1970 die Stadt Meerbusch aus ehemals 8 selbstständigen Dörfern gebildet hatte. Sechs dieser acht Ortsteile gehören seitdem zur Kirchengemeinde Lank. Der Gemeindesiegel stellt dies durch ein in 6 Rippen geteiltes Blatt dar. Dieses soll als neusprießendes Blatt vom Baum der Muttergemeinde stammen. Dieser Baum war nach Worten aus Psalm 1 am „Wasser (Rhein bei Uerdingen) gepflanzt worden".

Das Leitungsorgan der neuen Gemeinde bestand bis zur ersten Wahl im Jahr 1972 aus 8 Laien, einer Mitarbeiter-Presbyterin und dem Gemeindepfarrer Hans-Karl Schmidt-Arendse, der im Juni 1968 die Pfarrstelle von Paul Aufderhaar übernommen hatte.

Schon zum Zeitpunkt der neuen Selbstständigkeit war es notwendig, einen 2. Pfarrbezirk für die Ortsteile Strümp und Ossum-Bösinghoven zu bilden, der Ende 1973 mit der Pfarrerin Dagmar Elwert besetzt wurde.

Das rapide Wachstum in den 70er Jahren erforderte zukunftsorientiertes Handeln. Erster Baustein war die im Jahr 1964 eingeweihte evangelische Volksschule – seit dem Jahr 1974 Städt. Gemeinschaftsgrundschule Theodor-Fliedner-Schule. Im April 1971 wurde an der Schulstraße der gemeindeeigene Kindergarten eröffnet und ist nach dem Umbau im Jahr 2010 zum Familienzentrum geworden.

Seit dem Jahr 1974 informiert ein regelmäßig erscheinender Gemeindebrief über das vielfältige Leben in der Gemeinde.

Für die große Gemeinde musste Kirchraum in beiden Bezirken geschaffen werden. Im Bezirk II wurde im Mai 1975 in Strümp die „Versöhnungskapelle" ihrer Bestimmung übergeben. Zur gleichen Zeit wurde in Lank das Gemeindezentrum gebaut und Anfang Dezember 1976 durch Präses Karl Immer eingeweiht. Im Jahr 1993 erhielt das Zentrum einen Glockenturm, war nun unverwechselbar als Kirchengebäude zu erkennen und trägt seitdem den Namen „Kreuzkirche". Das Geläut besteht aus der Christglocke g', der Kreuzglocke a' sowie der Friedensglocke C''.

Die Versöhnungskapelle, für die fast 2500 Gemeindemitglieder des Bezirkes II zu klein geworden, wurde in den Jahren 1986/87 durch einen Neubau am Mönkesweg ersetzt und trägt, um die Tradition fortzuführen, den Namen Versöhnungskirche.

In beiden Kirchen wurden nach diversen Provisorien Pfeifenorgeln von renommierten Orgelbauern installiert: In Lank im Jahr 1981 mit 15 Registern von der Firma Schucke, Berlin-West, und in Strümp im Jahr 2002 mit 16 Registern von der Firma Johannes Kleis, Bonn.

Ab dem Jahr 1981 wurde eine hauptamtliche Kirchenmusikerstelle geschaffen. Kantorinnen und Kantoren leisten seitdem musikalische Dienste in beiden Kirchen und richteten musizierende Gruppen ein. Die derzeitige Stelleninhaberin Claudia Jacobs baut die kirchenmusikalische Arbeit stetig aus.

Für jedes Kirchengebäude ist ein hauptamtlicher Küster bzw. Küsterin angestellt.

Die Jugendarbeit wurde ab dem Jahr 1986 vor allem von CVJM-Mitarbeiter/Innen und seit dem Jahr 1996 durch einen hauptamtlichen Gemeindepädagogen getragen, unterstützt durch Helfer.

In den Jahren 1995 und 2003 wurden neue Pfarrhäuser in beiden Bezirken gebaut.

Hier ein Überblick über die Pfarrstelleninhaber: Im Bezirk I übernahm Pfarrerin Ursula Welting im Jahr 1978 diese Aufgabe, die sie Mitte 1986 an Dr. Georg Eichholz weitergab. Dessen Frau Miriam Eichholz hat als Theologin ihren Mann zeitweise in der Konfirmandenarbeit unterstützt. Nach der Pensionierung von Dr. Eichholz im Jahr 2003 übernahm Pfarrerin Heike Gabernig die volle Stelle. Sie war bereits seit Anfang 1992 zusammen mit Ekkehard Roth als Sonderdienstlerin in der Gemeinde tätig und betreute seit Anfang 2001 den neugeschaffenen Bezirk III / Rheingemeinden mit halber Stelle.

Im Bezirk II gestaltete sich die Entwicklung ähnlich. Nach einer Vakanz ab Mitte 1978 bis November 1980 übernahm Pfarrer Michael Höhndorf diese Stelle. Ihm folgte ab Anfang 1994 Pfarrer Dr. Gerhard Saß. Er teilte sich ab März 1998 die volle Stelle mit seiner Frau Ute Saß. Er verließ die Gemeinde im März 2010, um Aufgaben in der Nachbargemeinde Osterath sowie im Kirchenkreis zu übernehmen. Seitdem besetzt Pfarrerin Ute Saß die volle Stelle im Bezirk II.

In beiden Bezirken unterstützten die schon erwähnten Sonderdienstler und Hilfs- prediger, wie Winfried Pahlke, Dietrich Schüttler, Anke Brüggemann und Margit Plaga, sowie Vikarinnen und Predigthelferin Karin Seiffert die jeweiligen Amtsinhaber.

Bedingt durch die gute Finanzsituation der Gemeinde wurde 2001 ein dritter Pfarrbezirk mit halber Stelle eingerichtete, der jedoch im April 2014 wieder aufgelöst wurde.
Mit dem Ausscheiden von Pfarrer Johann Christoph Schmidt Ende 2014 wurden die Gemeindebezirke ein weiteres Mal verändert, da seine halbe Pfarrstelle wegfiel.

Seit Mitte 2016 sind die Pfarrbezirke folgendermaßen aufgeteilt: Bezirk I umfasst die Gemeinden Lank-Latum, Nierst, Langst-Kierst und Ilverich und Bezirk II die Gemeinden Strümp und Ossum-Bösinghoven.

Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen bzw. leiten die unterschiedlichsten Gruppenangebote der Gemeinde, so dass ein lebendiges und attraktives Gemeindeleben organisiert werden kann.

Gemeindebrief

Gemeindebüro (Karte)

Telefon: 02150 2002
Nierster Str. 56
40668 Meerbusch
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Mo - Do. 9-12 Uhr
Do. 15-17 Uhr
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